Neues Mietrecht tangiert indirekt auch die Mietkautionsbürgschaft

Ab 2013 könnten die seit 2008 in Deutschland erhältlichen Mietkautionsbürgschaften noch beliebter werden, als sie das ohnehin schon sind.

Es gibt schon jetzt einige gute Gründe, dem Vermieter anstelle einer Mietkaution in bar eine Mietkautionsbürgschaft oder Mietkautionsversicherung anzubieten. Wenn keine ausreichenden Barmittel zur Verfügung stehen, kann eine Mietkautionsbürgschaft ein sehr probates Instrument sein, die berechtigten Sicherungsbedürfnisse des Vermieters zu erfüllen. Eine Mietkautionsbürgschaft kann davor bewahren, ein enges Budget durch eine teure Kontoüberziehung oder einen hochverzinslichen Kredit über Gebühr belasten zu müssen. Oder den persönlichen Kreditrahmen bei der Hausbank durch eine auch mögliche Mietbürgschaft unnötig einzuschränken. Doch spätestens dann, wenn die vereinbarte Mietkaution nicht fristgerecht erbracht werden kann, werden manche Mieter ab Frühjahr 2013 die Möglichkeit einer Mietkautionsbürgschaft ganz besonders zu schätzen lernen. Denn nach einer Mitteilung des Immobilienverbandes IVD soll es dem Vermieter dann möglich sein, das Mietverhältnis bei ausstehenden Kautionsbeträgen ohne vorherige Abmahnung fristlos zu kündigen.

Statt einer Mietkaution in Raten besser eine Mietkautionsbürgschaft vereinbaren

Die Räumung der schönen neuen Wohnung erst kurz nach Einzug muss dennoch niemand befürchten. Denn das neue Gesetz, das nach den Worten des IVD-Präsidenten Jens-Ulrich Kießling vorbehaltlich der Zustimmung im Bundesrat im Frühjahr 2013 in Kraft treten soll, lässt dem Mieter eine Reaktionszeit. Wie bei sonstigem Zahlungsverzug ist vorgesehen, dass der Mieter die Kaution „innerhalb von zwei Monaten ab Rechtshängigkeit der Räumungsklage nachzahlt“ (Quelle: IVD). Doch die Räumungsklage dürfte einigen Stress verursachen und das Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter nachhaltig beschädigen. Wer die Mittel für die Mietkaution nicht zur Verfügung hat, sollte mit dem Vermieter besser keine Ratenzahlung vereinbaren, sondern im Vorfeld mit ihm ausmachen, dass die Mietkaution auch in Form einer Mietkautionsbürgschaft geleistet werden kann.

Vorteile für den Vermieter

In der Regel wird der Vermieter der Mietkautionsbürgschaft zustimmen, denn diese Bürgschaft bringt auch ihm Vorteile, da er sich den mit einer Barkaution verbundenen Verwaltungsaufwand ersparen kann. Zudem beinhaltet eine Mietkautionsbürgschaft immer auch einen Bonitätsnachweis. Auch wenn bisher nur die DKK, die Herausgeberin der Moneyfix, über eine direkte Schnittstelle zur Schufa verfügt, holen doch auch alle anderen Anbieter wie beispielsweise kautionsfrei.de, EuroKaution oder der Deutsche Mieterkautionsbund e.V. vor Bereitstellung der Urkunde Auskünfte bei der Schufa ein. Für das günstigste Produkt, die SWK Mietkaution, wird eine noch strengere Bonitätsprüfung vorgenommen, ohne dass sich das aber zulasten der schnellen Verfügbarkeit auswirkt. Der Vermieter kann demnach immer dann, wenn ihm der Mietinteressent eine Mietkautionsbürgschaft oder Mietkautionsversicherung anbietet, relativ sicher sein, keinen Mietnomaden vor sich zu haben.

Weitere Veränderungen für Mieter und Vermieter in 2013

Die Möglichkeit der fristlosen Kündigung bei Zahlungsverzug ist nicht die einzige Neuerung, die mit 2013 auf alle Mieter zukommt. Unter anderem sollen Modernisierungsarbeiten leichter auch gegen den Willen des Mieters durchsetzbar sein, und die Möglichkeit, im Zusammenhang mit energetischen Sanierungen Mietminderungen vorzunehmen, soll eingeschränkt werden. Alle Veränderungen sind auf der Website des IVD sehr übersichtlich zusammengestellt nachzulesen.

Wer sich für eine Mietkautionsbürgschaft interessiert, die im Übrigen auch zum Austausch einer bereits geleisteten Barkaution eingesetzt werden kann, findet bei uns zu diesem Thema alle relevanten Informationen. Alles Wissenswerte über die bei den jeweiligen Anbietern geltenden Preise und sonstigen Bedingungen kann darüber unseren Produkttests entnommen werden.

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