DKB Unterkonto eröffnen
Die DKB kennt kein Unterkonto im Sinne einer App-Funktion wie N26 Spaces oder Vivid Pockets. Was sie anbietet, ist etwas anderes – und für die meisten Zwecke das Bessere: vollwertige Zusatzkonten mit eigener IBAN, die sich wie ein zweites Girokonto verhalten.
Der Preis dafür steht im Preis- und Leistungsverzeichnis und wird oft übersehen: 2,50 Euro pro Monat und Zusatzkonto – auch dann, wenn das Hauptkonto durch den Aktivstatus kostenlos ist.
Inhalt
- Die kurze Antwort
- Wofür Unterkonten taugen
- Wie das DKB-Zusatzkonto funktioniert
- Was es kostet
- Der Aktivstatus im Detail
- Bargeld: nicht bedingungslos kostenlos
- Ein Zusatzkonto ist kein Mietkautionskonto
- Die DKB nimmt dafür keine Neukunden mehr an
- So eröffnet man ein DKB-Zusatzkonto
- Alternativen mit echten Unterkonten
- N26 Spaces
- Vivid und Tomorrow
- Welche Lösung wann passt
- Quellen
Die kurze Antwort
- Zusatzkonto statt Unterkonto: Jedes DKB-Zusatzkonto ist ein eigenständiges Girokonto mit eigener IBAN – kein Topf innerhalb des Hauptkontos.
- 2,50 Euro pro Monat je Zusatzkonto. Der Aktivstatus befreit nur das Erstkonto, nicht die Zusatzkonten.
- Das Erstkonto kostet 4,50 Euro im Monat, entfällt aber mit Aktivstatus, bis zum 28. Geburtstag und bei Konten aus der Zeit vor dem 14. September 2022.
- Guthabenzinsen: 0,00 Prozent. Als Sparkonto taugt ein Zusatzkonto nicht.
- Kein Mietkautionskonto mehr: Die DKB nimmt dafür keine Neukunden an – ein Zusatzkonto ist dafür auch kein Ersatz.
Wofür Unterkonten taugen
Die Idee ist alt und einfach: Wer Geld nach Zweck trennt, sieht auf einen Blick, wo er steht, statt Kontobewegungen auseinanderzurechnen. Typische Einsätze:
- Haushaltskonto für laufende Ausgaben, getrennt vom Sparen
- Rücklagenkonto für Auto, Reparaturen, Urlaub
- Mietkonto in Wohngemeinschaften, auf das alle einzahlen
- Vermieterkonten für Mieteingänge und Instandhaltungsrücklagen
Der Unterschied zum Verwendungszweck auf einem Sammelkonto ist der Kontostand: Er beantwortet die Frage „reicht das dafür?“ ohne Auswertung.
Ein Beispiel: Auf einem Gemeinschaftskonto gehen die Gehälter ein, davon laufen Miete, Einkauf und Kreditrate. Die Rücklagen liegen daneben:
- Betrag x für das neue Auto
- Betrag x für Hausrücklagen
- Betrag x für den Urlaub
Wie das DKB-Zusatzkonto funktioniert
Die DKB unterscheidet im Preisverzeichnis zwischen Erstkonto und Zusatzkonto. Beide sind technisch dasselbe Produkt: ein Girokonto mit eigener IBAN, eigenem Zugang im Banking und der Möglichkeit, eine eigene Visa Debitkarte auszugeben. Ein Zusatzkonto ist also kein untergeordneter Topf, sondern ein zweites, drittes, viertes vollwertiges Konto.
Das hat Vor- und Nachteile gegenüber echten Unterkonten in einer App:
- Dafür: eigene IBAN, eigene Karte, klare Abgrenzung – man kann Dritten die IBAN geben, ohne Einblick ins Hauptkonto zu gewähren.
- Dagegen: jedes Konto kostet, und es gibt keine Sparziel-Ansicht, wie sie N26 oder Tomorrow bieten.
Was es kostet
Die Zahlen stammen aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis der DKB, Stand 11. Mai 2026:
| Position | Preis |
|---|---|
| Erstkonto | 4,50 € pro Monat |
| Erstkonto mit Aktivstatus, unter 28 Jahren oder eröffnet vor dem 14.09.2022 | kostenlos |
| Zusatzkonto | 2,50 € pro Monat |
| Visa Debitkarte | kostenlos |
| Guthabenzinsen auf dem Girokonto | 0,00 % p. a. |
| Dispositionskredit | 8,51 % p. a., mit Aktivstatus 7,91 % p. a. |
Der wichtigste Punkt steht in der Fußnote: Die Befreiung vom Kontoführungsentgelt gilt ausdrücklich nur für Erstkonten. Wer mit Aktivstatus ein kostenloses Hauptkonto führt, zahlt für jedes Zusatzkonto trotzdem 2,50 Euro im Monat. Drei Zusatzkonten kosten damit 90 Euro im Jahr.
Der Aktivstatus im Detail
Der Aktivstatus entscheidet über die Kontoführung des Erstkontos und über einen Teil der Kartenkonditionen. Die Bedingung: mindestens 700 Euro Geldeingang pro Monat, geprüft rückblickend über die jeweils letzten drei Monate. Die 700 Euro dürfen aus mehreren Gutschriften bestehen.
Nicht als Geldeingang zählen unter anderem Wertpapiergeschäfte, Zinsgutschriften, Stornierungen, Rücküberweisungen und die Auszahlung von Krediten oder Sparprodukten der DKB selbst. Neukunden erhalten den Status in den ersten drei Monaten automatisch.
Wer ein Zusatzkonto nur als Rücklagentopf nutzt, sollte das im Blick behalten: Ein Konto ohne regelmäßigen Eingang erzeugt keinen Aktivstatus – relevant ist ohnehin nur das Erstkonto.
Bargeld: nicht bedingungslos kostenlos
Die verbreitete Verkürzung „bei der DKB hebt man weltweit kostenlos ab“ stimmt so nicht. Nach dem Preisverzeichnis für Karten gilt:
- In Euro: seitens der DKB kostenlos, mit und ohne Aktivstatus.
- In Fremdwährung: ohne Aktivstatus 2,20 % vom Umsatz, mit Aktivstatus kostenlos seitens der DKB.
- Mindestabhebebetrag: 50 Euro.
„Seitens der DKB“ ist dabei wörtlich zu nehmen: Ein Entgelt des Automatenbetreibers kann hinzukommen.
Ein Zusatzkonto ist kein Mietkautionskonto
Diese Seite gehört zu einem Portal über Mietkautionen, deshalb der ausdrückliche Hinweis: Ein Zusatzkonto erfüllt die Anforderungen an eine Kautionsanlage nicht automatisch.
§ 551 Abs. 3 BGB verlangt, dass die Kaution getrennt vom Vermögen des Vermieters angelegt wird und die Erträge dem Mieter zustehen. Ein weiteres Girokonto, das auf den Namen des Vermieters läuft und keinen Treuhandvermerk trägt, ist rechtlich Vermögen des Vermieters – in seiner Insolvenz fällt die Kaution in die Masse. Dazu kommt: Auf dem Girokonto gibt es 0,00 Prozent Zinsen, während § 551 Abs. 3 den Zinssatz für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist als Maßstab nennt.
Für Mieter, die ihre Kaution selbst anlegen, gilt dasselbe umgekehrt: Ein Zusatzkonto wird erst durch die Verpfändung an den Vermieter und deren Anzeige an die Bank zur wirksamen Sicherheit.
Die DKB nimmt dafür keine Neukunden mehr an
Frühere Fassungen dieser Seite nannten das kostenlose DKB-Mietkautionskonto und das Vermieterpaket als Möglichkeit. Das gilt nicht mehr. Auf die Frage, wie sich ein Mietkautionskonto eröffnen lässt, antwortet die Bank selbst:
„Aktuell bieten wir keinen Neuabschluss von Mietkautionskonten oder Mietavalen an.“
Im Preisverzeichnis stehen die Konten des Vermieterpakets weiterhin – Konto für Mieten und für Instandhaltungsrücklagen je 3,00 Euro im Monat, das Konto für Mietkaution kostenlos mit 0,01 Prozent Guthabenzins. Diese Konditionen betreffen jedoch den Bestand: Bestehende Konten laufen weiter, neue lassen sich nicht mehr eröffnen.
Was das für Vermieter bedeutet und welche Anbieter an die Stelle treten, steht im Beitrag DKB Vermieterpaket eingestellt. Einen Überblick über die Alternativen für Mieter gibt der Beitrag Alternativen zum DKB Mietkautionskonto, einen Vergleich der Anbieter die Übersicht Mietkautionskonto.
So eröffnet man ein DKB-Zusatzkonto
- Im Banking anmelden und den Bereich für Konten öffnen.
- Zusatzkonto beantragen. Eine erneute Identifizierung ist nicht nötig – die Bank kennt den Kunden bereits.
- IBAN notieren und den Verwendungszweck festlegen: Dauerauftrag vom Erstkonto, Gehaltsanteil oder manuelle Einzahlung.
- Optional eine eigene Visa Debitkarte zum Zusatzkonto ausgeben lassen.
Wer noch kein DKB-Konto hat, eröffnet zuerst das Erstkonto; die Identifizierung läuft per Video oder PostIdent.
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Alternativen mit echten Unterkonten
Wer die App-Logik mit Sparzielen und Umbuchungen per Fingertipp sucht, ist bei den Neobanken besser aufgehoben. Die Tarife dieser Anbieter ändern sich häufig – die folgenden Angaben sind der Stand September 2026 und vor dem Abschluss zu prüfen.
N26 Spaces
Bei N26 heißen die Unterkonten Spaces. In den Tarifen Smart, Go und Metal lassen sich bis zu zehn Spaces anlegen; jedem Space kann eine eigene IBAN, eine physische oder eine virtuelle Karte zugeordnet werden, insgesamt maximal zehn zusätzliche IBANs. Shared Spaces, die man mit anderen teilt, bekommen keine eigene IBAN. Das kostenlose Standard-Konto in seiner heutigen Form führt N26 auf der Spaces-Seite nicht mit auf.
N26*
Unterkonten mit eigener IBAN (N26 Spaces)
Sparziele und automatische Umbuchungen
Schnelle Eröffnung per App
Vivid und Tomorrow
Vivid nennt seine Unterkonten Pockets, Tomorrow schlicht Pockets beziehungsweise Unterkonten. Beide staffeln die Zahl der verfügbaren Töpfe nach Tarif und haben ihre Preismodelle zuletzt mehrfach geändert – Tomorrow zum Beispiel im Dezember 2025. Wie viele Unterkonten im jeweiligen Tarif enthalten sind, steht verbindlich nur in den Preisverzeichnissen der Anbieter; belastbare Zahlen aus erster Hand lagen zum Redaktionsschluss nicht für alle Tarife vor, deshalb stehen hier keine.
Welche Lösung wann passt
| Bedarf | Passend |
|---|---|
| Wenige Töpfe, dafür eigene IBAN und Karte | DKB-Zusatzkonto |
| Viele Töpfe, Sparziele, Umbuchen per App | N26 Spaces oder vergleichbare Neobank |
| Rücklagen mit Verzinsung | Tagesgeld statt Girokonto – 0,00 % auf dem DKB-Girokonto |
Wer als Vermieter Töpfe für Mieteingänge, Rücklagen und Steuer braucht, findet die Modelle mit Preisen nebeneinander im Kontenvergleich für Vermieter.
Quellen
- DKB AG – Preis- und Leistungsverzeichnis Konten, Stand 11. Mai 2026dok.dkb.de
- DKB AG – Preis- und Leistungsverzeichnis Karten (Visa Debitkarte, Bargeldabhebung)dok.dkb.de
- DKB – Deine Vorteile mit dem Aktivstatusdkb.de
- DKB – Wann ist mein Girokonto kostenlos?dkb.de
- DKB – Wie kann ich ein Mietkautionskonto eröffnen? (keine Neuabschlüsse)dkb.de
- N26 – Spaces: Unterkonten und Sub-IBANsn26.com
- § 551 BGB – Begrenzung und Anlage von Mietsicherheitengesetze-im-internet.de
Berater, Webentwickler und seit über 15 Jahren mit dem deutschen Mietkautionsmarkt vertraut. Gründer von mietkautionskonto.info und weiteren unabhängigen Portalen rund um die Mietkaution.


