Das Mietkautionskonto ist eine der häufigsten Varianten um eine Mietkaution zu hinterlegen. Diese funktioniert sowohl für den Mieter als auch für den Vermieter, daraus ergeben sich Vorteile und Nachteile, welche wir hier beleuchten. Im Mietkautionskonto Vergleich geht es darum verschiedene Anbieter aufgrund der Konditionen und Leistungen miteinander zu vergleichen.

Mietkautionskonto Vergleich

Die am häufigsten vorkommende Art des Mietkautionskontos ist das klassische Sparbuch, das entweder auf den Namen des Mieters eröffnet und zugunsten des Vermieters verpfändet wird oder direkt vom Vermieter eingerichtet wird. Von den meisten Banken werden entsprechende Produkte angeboten, die nicht immer Mietkautionskonto heißen, aber diesen Zweck erfüllen. Oft wird für die Einrichtung eines solchen Kontos eine Gebühr fällig, die aber bei auf den Namen des Vermieters eingerichteten Mietkautionskonten der Vermieter tragen muss.

Sparkonto

AnbieterZinsKostenOnline möglichBerechnung
0,01% Ja, komplett
Anlagesumme: 990€
Gesamt: 990,00€
5 Jahre Zinsertrag: 0,50€
Nach 5 Jahren: 990,50€
Zum Anbieter
0,01% 15,00€Nur Sparkonto,
Keine Mietkaution online
Anlagesumme: 990€
Gesamt: 1005,00€
5 Jahre Zinsertrag: 0,50€
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0,03% 15€Nur Sparkonto,
Keine Mietkaution online
Anlagesumme: 990€
Gesamt: 1005,00€
5 Jahre Zinsertrag: 1,49€
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0,01% 20,00€Nur Sparkonto,
Keine Mietkaution online
Anlagesumme: 990€
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5 Jahre Zinsertrag: 0,50€
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0,01% Nur Sparkonto,
Keine Mietkaution online
Anlagesumme: 990€
Gesamt: 990,00€
5 Jahre Zinsertrag: 0,50€
Nach 5 Jahren: 990,50€
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0,01% Nur in der Filiale
Anlagesumme: 990€
Gesamt: 990,00€
5 Jahre Zinsertrag: 0,50€
Nach 5 Jahren: 990,50€
Zum Anbieter
0,01% 30,00€Nur Sparkonto,
Keine Mietkaution online
Anlagesumme: 990€
Gesamt: 1020,00€
5 Jahre Zinsertrag: 0,50€
Nach 5 Jahren: 960,50€
Zum Anbieter

Was ist ein Mietkautionskonto?

Ein Mietkautionskonto wird in unterschiedlichsten Varianten angeboten, doch nicht der Mieter, sondern ausschließlich der Vermieter kann die Auswahl treffen. Denn der Vermieter hat nach dem BGB grundsätzlich ein Recht auf eine Barkaution. Jede andere Form der Kautionsleistung bedarf der Zustimmung des Vermieters.

Umzugskisten gepackt - nun das Mietkautionskonto organisieren

Umzugskisten gepackt – nun das Mietkautionskonto organisieren

Der Begriff Mietkautionskonto wird übergreifend für alle Konten verwendet, auf die ein Betrag zur Deckung der vereinbarten Kaution eingezahlt und für den Vermieter gesichert wird.

Grundsätzlich sind zwei Unterscheidungen zu treffen: Ein Mietkautionskonto kann ein auf den Namen des Mieters angelegtes und an den Vermieter verpfändetes Konto oder aber ein auf den Namen des Vermieters eröffnetes Konto sein. Im letzteren Fall muss das Konto einen Treuhandvermerk tragen, denn der Vermieter ist gesetzlich verpflichtet, die Mietkaution getrennt von seinem sonstigen Vermögen so anzulegen, dass sie vor Zugriffen Dritter geschützt ist und insolvenzsicher verwahrt wird.

Zinsen und Gebühren

Der Mieter hat einen Anspruch auf eine sofortige Verzinsung der Kaution, deren Höhe auf den jeweils geltenden Zinssatz für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist beschränkt ist. Im Interesse einer vorteilhafteren Verzinsung des Kautionsbetrages kann der Mieter mit seinem Vermieter natürlich eine höher verzinsliche Anlageform wählen, doch muss der Vermieter in jedem Fall damit einverstanden sein.

Zinsen auf einem Mietkautionskonto

In der aktuellen Niedrigzinsphase, welche seit Jahren durch die EZB vorgegeben wird, erhält man auf ein Mietkautionskonto so gut wie keine Zinsen mehr. Vielen Sparkonto Anbieter bieten heutzutage (2020) entweder garkeine Zinsen mehr, also 0,0% oder aber sehr geringe Zinsen von 0,01% welche noch nicht einmal die Inflation ausgleichen. Historische Zinsen waren deutlich höher, hat man also vor Jahren ein Kautionskonto angelegt, so sind die Zinsen hierfür wesentlich höher gewesen als heute.

Möchte man eine höhere Rendite auf die Kaution erhalten, so eignet sich hierfür ein Mietkautionsdepot oder aber eine Mietkautionsbürgschaft, welche es erlaubt die Kaution alternativ anzulegen, da diese nicht geleistet werden muss.

Die Pflicht des Vermieters – Ein Mietkautionskonto

Als Mieter ist man beim Abschluss eines Mietverhältnisses gehalten, eine Mietkaution zu zahlen. Im Gegenzug ist der Vermieter verpflichtet, die Mietkaution separat von seinem Vermögen und insolvenzsicher zu einem marktüblichen Zins anzulegen. Dazu kommt regelmäßig ein klassisches Sparbuch in Frage oder auch die Eröffnung eines regulären Bankkontos. Doch in jedem Fall sind bei der Auswahl des Kontos einige Details zu beachten.

Ganz ohne geht es nicht – Die Verzinsung der Mietkaution

Eröffnet der Vermieter ein Konto für die eingegangene Mietkaution, um diese separat von seinem eigenen Vermögen zu halten, muss dieses Konto eine Verzinsung vorweisen. Das bedeutet, es muss nach herrschender Rechtsprechung eine branchenübliche Verzinsung der Mietkaution sichergestellt sein. Ob es sich um ein Girokonto oder ein klassisches Sparbuch handelt, ist zunächst unerheblich – wichtig ist, dass dem Mieter nach der Beendigung des Mietverhältnisses die verzinste Kaution zusteht. Wählt man allerdings ein Girokonto aus, dann ist darauf zu achten, dass es eine moderate Verzinsung beinhaltet, denn gerade bei Girokonten ist diese nicht immer gewährleistet.

Mit dem praktischen Onlinerechner können Sie die historischen Zinsen für Ihre bisherige Mietkaution im Durchschnitt berechnen:

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Doch letztlich muss es nicht das herkömmliche Girokonto oder das klassische Sparbuch für die Anlage der Mietkaution sein, denn im Interesse des Mieters darf durchaus eine Anlageform gewählt werden, die eine etwas höhere Verzinsung bietet – ohne dabei die Flexibilität der täglichen Verfügbarkeit des Geldes zu gefährden.

So könnte ein Tagesgeldkonto eine valide Alternative sein. Auch hier ist das Geld täglich verfügbar, was aufgrund der meist etwas längerfristigen Kündigungsfrist eines Mietvertrags nicht einmal unbedingt zwingend erforderlich ist. Allerdings bietet ein Tagesgeldkonto eine etwas bessere Verzinsung der Kaution, was auch dem Mieter entgegenkommt.

Schwierig wird es werden, eine Anlageform mit höherer Verzinsung zu finden, denn diese ist kaum flexibel zugänglich. Schon ein Festgeldkonto hat neben der höheren Verzinsung auch einen festen Anlagezeitraum, so dass es nicht zu jeder Zeit und kurzfristig kündbar ist. Der Vermieter muss jedoch laut Gesetz eine Anlage mit dreimonatiger Kündigungsfrist wählen. Wird die Anlage durch den Mieter angelegt, so ist es bspw. möglich ein Mietkautionsdepot mit höherer Rendite zu wählen.

Rechte und Pflichten des Vermieters

Unabhängig von der letztlich ausgewählten Anlageform ist aber immer zu beachten, dass das Geld von dem Vermögen des Vermieters getrennt angelegt werden sollte. Es darf im Fall des Falles keinesfalls für eine Insolvenz zur Verfügung stehen, denn es steht nach der Beendigung des Mietverhältnisses dem Mieter zu. Eine Möglichkeit, welche sowohl für den Mieter als auch für den Vermieter funktioniert ist das DKB Mietkautionskonto. Für den Vermieter wird hierbei eine Verwaltungsoberfläche zur Verfügung gestellt, sofern er das Konto für den Mieter führt, der Mieter hat ebenfalls bei eigener Anlage die Möglichkeit eine Verpfändungserklärung dem Vermieter zukommen zu lassen.

Mietkautionskonto eröffnen

Ein Mietkautionskonto kann sowohl durch den Mieter als auch durch den Vermieter eröffnet werden. Dies erfolgt auf Absprache, wenn der Mietvertrag unterzeichnet wurde und in diesem eine Mietkaution vorgesehen ist.

Pflicht des Vermieters – Ein Mietkautionskonto

Als Mieter ist man beim Abschluss eines Mietverhältnisses gehalten, eine Mietkaution zu zahlen. Im Gegenzug ist der Vermieter verpflichtet, die Mietkaution separat von seinem Vermögen und insolvenzsicher zu einem marktüblichen Zins (Spareckzins) anzulegen, sofern der Mieter dies nicht selber anlegen möchte. Dazu kommt regelmäßig ein klassisches Sparbuch in Frage oder auch die Eröffnung eines regulären Bankkontos. Doch in jedem Fall sind bei der Auswahl des Kontos einige Details zu beachten.

Die Verzinsung der Mietkaution – Früher gab es mehr Zinsen

MietkautionskontoEröffnet der Vermieter ein Konto für die eingegangene Mietkaution, um diese separat von seinem eigenen Vermögen zu halten, muss dieses Konto eine Verzinsung vorweisen. Das bedeutet, es muss nach herrschender Rechtsprechung eine branchenübliche Verzinsung der Mietkaution sichergestellt sein. Ob es sich um ein Girokonto oder ein klassisches Sparbuch handelt, ist zunächst unerheblich – wichtig ist, dass dem Mieter nach der Beendigung des Mietverhältnisses die verzinste Kaution zusteht. Wählt man allerdings ein Girokonto aus, dann ist darauf zu achten, dass es eine moderate Verzinsung beinhaltet, denn gerade bei Girokonten ist diese nicht immer gewährleistet.

Doch letztlich muss es nicht das herkömmliche Girokonto oder das klassische Sparbuch für die Anlage der Mietkaution sein, denn im Interesse des Mieters darf durchaus eine Anlageform gewählt werden, die eine etwas höhere Verzinsung bietet – ohne dabei die Flexibilität der täglichen Verfügbarkeit des Geldes zu gefährden.

So könnte ein Tagesgeldkonto eine valide Alternative sein. Auch hier ist das Geld täglich verfügbar, was aufgrund der meist etwas längerfristigen Kündigungsfrist eines Mietvertrags nicht einmal unbedingt zwingend erforderlich ist. Allerdings bietet ein Tagesgeldkonto eine etwas bessere Verzinsung der Kaution, was auch dem Mieter entgegenkommt.

Vergleichen lohnt sich auch bzgl. der Gebühren

In diesem Vergleichsrechner für mögliche Mietkautionskonten können Sie individuell Ihre Kaution angeben und erhalten eine Berechnung für die Mietdauer und Höhe der Kaution.

Schwierig wird es werden, eine Anlageform mit höherer Verzinsung zu finden, denn diese ist kaum flexibel zugänglich. Schon ein Festgeldkonto hat neben der höheren Verzinsung auch einen festen Anlagezeitraum, so dass es nicht zu jeder Zeit und kurzfristig kündbar ist. Eine Möglichkeit mit höherer Rendite stellt bspw. das Mietkautionsdepot dar.

Unabhängig von der letztlich ausgewählten Anlageform ist aber immer zu beachten, dass das Geld von dem Vermögen des Vermieters getrennt angelegt werden sollte. Es darf im Fall des Falles keinesfalls für eine Insolvenz zur Verfügung stehen, denn es steht nach der Beendigung des Mietverhältnisses dem Mieter zu.

So eröffnet man ein Mietkautionskonto

Ein Kautionskonto einzurichten ist einfacher als man denkt. Hierbei ist zunächst die eigentliche Kautionssumme notwendig, also die Summe, welche im Mietvertrag angegeben ist, welche als Kaution für den Vermieter verfügbar sein soll. Anschließedn gilt zu entscheiden, ob das Kautionskonto durch den Mieter oder Vermieter angelegt werden soll. Ist der Mieter bereit, dies selber anzulegen, so gilt es zu entscheiden bei welcher Bank dies geschieht. Klassisch am Filialschalter bei der Hausbank, oder bereits online bei einer Direktbank. Der Ablauf der Eröffnung für den Mieter ist dann wie folgt:

  1. Kautionssumme auf einem Girokonto verfügbar machen
  2. Neues Sparbuch oder Sparkonto einrichten, sofern dies von der Bank dafür benötigt wird. Alternativ ein Unterkonto erstellen, welches verpfändet werden kann
  3. Kautionssumme auf das neue Konto überweisen
  4. Konto verpfänden, also eine Bürgschaftsurkunde oder Verpfändungsurkunde durch die Bank ausstellen lassen

Als Vermieter kann man das Konto ebenfalls einrichten, hierbei erhält man eine Bestätigung über die Einrichtung, welche an den Mieter übergeben werden kann.

Mietkaution als Vermieter für mehrere Mieter eröffnen

Ein einfaches Mietkautionskonto kann man mittlerweile einfach und schnell als Vermieter und Mieter online einrichten. So ist es bspw. möglich, dieses bei der DKB Bank mit einer Verwaltungsoberfläche für den Vermieter einzurichten, oder aber als Mieter innerhalb weniger Minuten mit anschließender Möglichkeit die Mietkaution zu überweisen und eine Verpfändungserklärung im Onlinebankung zu beantragen.

Anlegen des Mietkautionskontos als Vermieter

Als Vermieter gibt es verschiedene Möglichkeiten ein Kautionskonto einzurichten. Hierbei gilt es lediglich sich an das Mietrecht zu halten und eine Form zu wählen, welche einen vergleichbaren Zinssatz anbietet, die Kaution treuhändisch vom sonstigen Vermögen des Vermieters verwaltet und einen dreimonatige oder kürzere Kündigungsfrist hat. Wichtig ist hierbei, dass das Konto als insolvenzsicheres Mietkautionskonto angelegt wird. Also im Falle der Privatinsolvenz des Vermieters, nicht in die Insolvenzmasse mit einbezogen wird. Wird das Konto getrennt vom sonstigen Vermögen eingerichtet und treuhändisch verwaltet ist eine Insolvenzsicherheit gegeben. In der Vergangenheit haben Vermieter häufig Mietersammelkontos oder Kautionsammeltkontos genutzt, um die Kaution von verschiedenen Mietern einfacher zu hinterlegen. Dies ist mittlerweile nicht mehr notwendig aufgrund  von Vermieterkonten, welches es erlauben Unterkonten für Mieter komfortabel online einzurichten. Ein Beispiel dafür ist das DKB Vermieterpaket, welches eine gesonderte Anlage der Kaution mit Zinsausweisung ermöglicht.

Als Mieter ein Mietkautionskonto einrichten

Möchte man als Mieter ein Kautionskonto anlegen, so lohnt sich zunächst ein Vergleich der verschiedenen Anbieter. Anschließend kann man den Ablauf wie folgt zusammen fassen:

  1. Online oder am Filialschalter ein Bank ein Sparbuch oder Sparkonto einrichten
  2. Kautionssumme auf das neu eingerichtet Konto überweisen
  3. Verpfändungserklärung bei der Bank anfragen
  4. Die Erklärung dem Vermieter überreichen, anschließend ist die Kaution geleistet

Mietkautionskonto kostenlos einrichten

Viele Mieter und Vermieter suchen nach einer Möglichkeit ein Mietkautionskonto kostenlos einzurichten. In Zeiten von Negativzinsen und Kontoführungsgebühren oder Servicegebühren liegt der Gedanke nahe, dass die Mietkaution, welche ja als Sicherheitsleistung gelten soll, keine zusätzlichen Gebühren oder Kosten verursachen soll. In unseren Mietkautionskonto Vergleich sind verschiedene Anbieter von Kautionskonten wie bspw. die Sparkasse oder die Commerzbank aufgelistet, welche ein kostenloses oder kostenfreies Kautionskonto anbieten.

Tipp: Das DKB Mietkautionskonto ist sowohl für den Mieter, als auch Vermieter kostenlos.

Alternative zur Anlage der Mietkaution

Sie suchen eine Alternative zur Anlage der Mietkaution auf einem Mietkautionskonto? Dann können Sie sich hier über das Konzept der Mietkautionsversicherung bzw Kautionsbürgschaft informieren. Hier können Sie direkt die Kosten für Ihre Mietkautionsversicherung berechnen sowie die der Mietkautionskonten. Mehr Informationen zu Mietkautionskonten und Möglichkeiten der Anlage auf Mietkautionskonten für Mieter und Vermieter erhalten Sie auf mietkautionskonto.info

Mietkautionskonto auflösen

Die Eröffnung eines Mietkautionskontos stellt eine weit verbreitete Möglichkeit dar, um die bei Bezug einer Mietwohnung veranschlagte Kaution sicher und auch gewinnbringend anzulegen. Hierbei handelt es sich in der Regel um ein gewöhnliches Sparbuch, welches wahlweise auf den Namen des Mieters oder des Vermieters eröffnet wird. In der Praxis eröffnet üblicherweise der Vermieter ein entsprechendes Mietkautionskonto.

Mietkautionskonto auflösenBei Beendigung des Mietverhältnisses ist der Mieter berechtigt das Mietkautionskonto bei der entsprechenden Bank aufzulösen und sich die hinterlegte Kaution mitsamt den angelaufenen Zinsen auszahlen zu lassen. Hierzu bedarf es lediglich der Vorlage des Sparbuches von Seiten des Mieters, welcher sich dieses in der Regel vom Vermieter auszuhändigen hat, und der Zusendung einer Auflösungserklärung.

Für den Vermieter dient der physische Besitz des Sparbuches als Sicherheit während der Dauer des Mietverhältnisses. Allerdings geht mit dem physischen Besitz des Sparbuches auf Seiten des Vermieters nicht automatisch das Recht der bedingungslosen Verfügungs- und Auflösungsgewalt einher. Für anstehende Reparaturen und andere Kosten darf der Vermieter zwar auf einen Teil der Kaution zugreifen, aber ohne Zustimmung des Mieters kann er keine eigenmächtige Auflösung des Kontos beantragen.

Bedingungen bei der Auflösung

Bei der Kündigung eines Mietkautionskontos in Form eines Sparbuches gelten mit 3 Monaten die gleichen Kündigungsfristen wie für gewöhnliche Sparbücher auch. Aus diesem Grund sollte die Auflösung des Kontos zeitnah mit der Kündigung des Mietverhältnisses erfolgen. Wie bereits erwähnt ist hierzu der kontoführenden Bank eine entsprechende Auflösungserklärung zukommen zu lassen.

Andere Hinterlegungsmöglichkeiten für Mietkautionen

Neben dem klassischen Mietkautionskonto in Form eines gewöhnlichen Sparbuches existieren mit dem Mietkautionsdepot und der Mietkautionsversicherung zwei weitere Möglichkeiten zur Kautionshinterlegung.

Bei dem Depot kann die Kautionssumme bspw. in Fonds angelegt werden, was dem Mieter Chancen auf eine deutlich höhere Rendite als bei Mietkautionskonto einräumt. Vor der eigentlichen Auflösung muss zunächst das Pfändungsrecht des Vermieters aufgehoben werden. Dies stellt vor allem dann keine Schwierigkeiten dar, wenn der Vermieter keine monetären Ansprüche gegen den Mieter geltend machen möchte. Mit Aufhebung des Pfändungsrechts transformiert sich das Mietkautionsdepot in ein gewöhnliches Depot.

Schließt der Mieter eine Mietkautionsversicherung ab und möchte diese nach Beendigung des Mietverhältnisses kündigen, muss er oder sie lediglich die Versicherungs-Urkunde an die Versicherung zurückschicken. Nutzen Sie den praktischen Vergleichsrechner für Ihre kommende Kaution.

Häufige Fragen zum Mietkautionskonto

Ist eine Nachträgliche Einrichtung rechtmäßig?

Eine nachträgliche Einrichtung des Mietkautionskontos ist nur dann möglich, wenn der Mietvertrag ein Kautionskonto vorsieht, sowie der Vermieter dies nicht bei Schlüsselübergabe oder vor Mietbeginn eingerichtet hat oder hat einrichten lassen.

In diesem Fall ist es eine Absprache zwischen Mieter und Vermieter ob und wie ein Kautionskonto eingerichtet wird. Ist im Mietvertrag keine Kaution vereinbart worden und der Vermieter möchte im Nachhinein eine Kaution, so ist dies lediglich über eine beidseitig gewollte Ergänzung bzw. Neufassung des Mietvertrages möglich.

Welche andere Kautionskonten gibt es?

Neben dem Mietkautionssparbuch sind mit Zustimmung des Vermieters auch andere Mietkautionskonten wie Tagesgeldkonten, Depotkonten oder Bausparverträge erlaubt. Die Kautionsleistung in Form eines Bausparvertrages lässt sich durch die Verpfändung eines Guthabenteils in Höhe des Kautionsbetrages erreichen. Diese Regelung hat den Vorteil, dass der Bausparvertrag weiter angespart werden kann. Sofern ein berechtigter Anspruch des Vermieters auf Auszahlung des verpfändeten Betrages entsteht, kann dieser Betrag durch eine Teilkündigung aus dem Bausparvertrag herausgelöst werden.

Für jedes Mietkautionskonto gilt, dass es auf den ursprünglich vereinbarten Kautionsbetrag wieder aufzufüllen ist, wenn der Vermieter während der Laufzeit des Mietvertrages eine berechtigte Entnahme getätigt hat. Weitere Informationen zum Auflösen und den einzelnen Anbietern finden Sie hier: