Sparkasse Mietkautionssparbuch


Bei einem Mietkautionssparbuch der Sparkasse handelt es sich um ein klassisches Sparbuch, das zur Anlage einer Mietkaution verwendet wird. Grundsätzlich sind zwei Varianten möglich, die Eröffnung des Kontos durch den Mieter bei gleichzeitiger Verpfändung zugunsten des Vermieters oder aber die Eröffnung des Sparbuchs als Treuhandkonto durch den Vermieter.

Mietkautionssparbuch auf den Namen des Mieters

Grundsätzlich lässt sich jedes von einer Sparkasse angebotenes klassisches Sparbuch in ein Mietkautionssparbuch verwandeln. Der Mieter legt das Sparbuch auf seinen Namen an, zahlt den im Mietvertrag vereinbarten Kautionsbetrag als Guthaben ein und lässt anschließend das Sparguthaben zugunsten des Vermieters verpfänden. Die Sparkassen halten zu diesem Zweck eine einheitliche Verpfändungserklärung vor, die vom Mieter, vom Vermieter und von der Sparkasse rechtsverbindlich zu unterzeichnen ist. In der Verpfändungserklärung wird geregelt, dass der Vermieter ohne Zustimmung des Mieters über das Sparguthaben verfügen kann, die Sparkasse aber bei einer Verfügung den Mieter benachrichtigt. Das Mietkautionssparbuch mit dem verpfändeten Guthaben ist dem Vermieter mit dem Original der Verpfändungserklärung zu übergeben. Sofern für die Verpfändung Kosten anfallen, sind diese laut Verpfändungserklärung vom Vermieter zu tragen

Mietkautionssparbuch auf den Namen des Vermieters

Wenn der Vermieter zur Anlage der Mietkaution ein Sparbuch auf seinen Namen eröffnet, muss der Mieter nicht mitwirken. Der Vermieter ist verpflichtet, das Sparbuch mit einem Vermerk versehen zu lassen, aus dem hervorgeht, dass es sich um Treuhandguthaben handelt. Denn die Mietkaution wird nicht Eigentum des Vermieters, sondern diesem lediglich zur Befriedigung eventuell entstehender Ansprüche zur Verwahrung überlassen. Durch die Kenntlichmachung als Mietkautionskonto ist das Guthaben vor möglichen Zugriffen durch Gläubiger des Vermieters geschützt, und auch der Sparkasse steht das üblicherweise in den AGB enthaltene interne Verrechnungsrecht nicht zu. Über ein auf seinen Namen eröffnetes Mietkautionssparbuch kann der Vermieter verfügen, ohne dass die Sparkasse dem Mieter eine Mitteilung zukommen lässt. Natürlich muss sich der Vermieter aber an die gesetzlichen Bestimmungen zur Verwendung der Mietkaution halten.

Sonstige Informationen

Für ein Mietkautionssparbuch der Sparkasse gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten; über einen Betrag von bis zu Euro 2.000 kann aber jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist und ohne Berechnung von Vorschusszinsen verfügt werden. Der Zinssatz für Guthaben auf dem Mietkautionssparbuch ist variabel und orientiert sich an den jeweiligen Marktzinssätzen. Die Zinsen stehen grundsätzlich dem Mieter zu, doch hat er keinen Anspruch darauf, während der Laufzeit des Mietverhältnisses darüber zu verfügen. Sie erhöhen die Sicherheit des Vermieters und werde nach Beendigung des Mietverhältnisses auch nur an den Mieter ausgekehrt, wenn dem Vermieter keine den Mietkautionsbetrag übersteigenden Ansprüche entstanden sind.

>> Tipp: Vergleich von Mietkautionsbürgschaften