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INZMO Mietbürgschaft – Günstige Mietkautionsbürgschaft im Vergleich

Veröffentlicht am Aktualisiert am Von Ulf Mayer
INZMO Mietbürgschaft

Ein junges Startup aus Berlin mischt den Markt der Mietkautionen auf. Seit 2021 bietet INZMO neben Sachversicherungen nun ebenfalls eine Mietsicherheit zu vergleichsweise günstigen Preisen und zugleich mit digitalem Mehrwert. Wir haben uns die Kautionsversicherung von INZMO einmal näher betrachtet und beschreiben die Details auf die man als Mieter oder Vermieter achten sollte.

Das Wichtigste vorweg: Neben INZMO gibt es bereits eine Reihe von Anbietern im Bereich der Kautionsbürgschaften, mit dem individuellen Vergleichsrechner kann man diese schnell und einfach selber für die eigene Mietkautionssumme vergleichen:

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Eignet sich die INZMO Mietkaution für mich?

INZMO richtet sich an Mieter privater Mietverhältnisse, die die Kautionssumme nicht aufbringen können oder wollen. Der Beitrag beträgt 4,3 % der Kautionssumme pro Jahr, mindestens aber 40 Euro. Eine Mindestkautionssumme gibt es nicht; die maximale Kautionshöhe liegt bei 10.000 Euro. Gebürgt wird für bis zu drei Nettokaltmieten.

Ein Beispiel: In Köln soll eine 3-Zimmer Wohnung für 1.800€ kalt gemietet werden. Der Vermieter verlangt eine Kaution von 3 Monatskaltmieten, also 3x 1.800€ = 5.400€. Nutzt man die INZMO Mietkautionsbürgschaft zahlt man als Mieter 19,35 € im Monat bzw. 232,20 € im Jahr anstelle der 5.400€.

Bei kleinen Kautionen greift die Mindestprämie: Unterhalb von rund 930 Euro Kautionssumme zahlen Sie die 40 Euro im Jahr unabhängig vom Prozentsatz. Was das im Vergleich zu anderen Anbietern bedeutet, zeigt der Kostenrechner.

Eine Kautionsversicherung bedeutet immer ein Abwägen, für wie lange ein Mietverhältnis andauern soll und ob es ggf. Lösungen gibt die hierfür besser geeignet sind. Für kurzfristige Mietverhältnisse oder als Zwischenlösung sind Kautionsversicherungen ideal. Plant man ein längeres Mietverhältnis, so können die jährlichen Gebühren schnell den Nutzen übersteigen, bzw. eine Finanzierung über einen Kredit könnte sinnvoller und letztendlich günstiger sein.

Warum ist INZMO im Vergleich so günstig?

Die Absicherung für die Mietbürgschaft erfolgt durch die Baloise, heute Teil der Helvetia Baloise Gruppe. INZMO ist dabei nicht selbst Risikoträger, sondern Vertriebspartner: Die Police ist dieselbe, die die Baloise Mietkaution auch direkt vertreibt. Wer bei INZMO abschließt, kauft also das Baloise-Produkt über eine digitale Antragsstrecke.

Durch die digitalen Prozesse und eine automatisierte Bonitätsprüfung über die Schufa lässt sich die Bürgschaft vergleichsweise günstig anbieten. Während andere Anbieter Zusatzleistungen wie einen Umzugsservice mitverkaufen, beschränkt sich INZMO auf die Kautionsbürgschaft selbst.

Welche Vorteile hat der Vermieter von INZMO?

Wenn es um das Mietkautionsmanagement geht, so löst dies nicht unbedingt Jubelschreie bei Vermietern aus. Es gibt so viele unterschiedliche Arten der Kaution – da ist es schwierig als Vermieter den Überblick zu behalten. Die einen Mieter übergeben diese als Barkaution, andere möchten ein Mietkautionsdepot, dann gibt es eine Reihe von Kautionsversicherungen, manche möchten die Kaution in 3 Raten zahlen, wiederum andere bringen eine private Bürgschaft mit. Und zuletzt möchte der Vermieter nur eines: Eine zuverlässige Sicherheit im Schadensfall an die man schnell und einfach ohne Umstände kommt.

Genau das bietet auch INZMO an, auch wenn es für den Vermieter ggf. nicht sofort ersichtlich ist:

  • Dadurch, dass eine Kautionsversicherung zum Einsatz kommt muss der Vermieter keine Zinsbescheinigung übergeben
  • Der Vermieter hat keine Kosten die mit der Bürgschaft verbunden ist
  • Ein Abwohnung der Mietkaution ist auch ausgeschlossen, da der Mieter ein Interesse daran hat keinen Schaden zu erzeugen
  • Durch das digitale Schadensmanagement kommt der Vermieter innerhalb von 2 Wochen an die Kaution – ohne Papierkram und langwierige Kommunikation
  • Rechtlich ist die Bürgschaft sicher, der Vermieter hat kein Aufwand mit Mietkautionskonten und kann kein Geld veruntreuen

Kautionsbürgschaften in Niedrigzinsphase statt Kautionskonto nutzen

Im Mietrecht §551 BGB steht seit mehr als 20 Jahren (seit der Mietrechtsreform 2001) bzgl. einem Kautionskonto folgender Absatz:

Die Vertragsparteien können eine andere Anlageform vereinbaren. In beiden Fällen muss die Anlage vom Vermögen des Vermieters getrennt erfolgen und stehen die Erträge dem Mieter zu. Sie erhöhen die Sicherheit.

Als INZMO 2021 mit der Police startete, war die Rechnung einfach: Die Zinsen lagen bei null, ein Kautionskonto warf nichts ab, und die Bürgschaft kostete den Mieter zwar Geld, nahm ihm aber nichts weg, was er sonst verdient hätte.

Seit dem Zinsanstieg ab 2022 ist die Rechnung eine andere. Kautionskonten werden wieder verzinst, und die Erträge stehen nach § 551 Abs. 3 BGB dem Mieter zu. Damit kostet eine Bürgschaft nicht mehr nur ihre Prämie, sondern zusätzlich die entgangenen Zinsen. Wie viel bei der eigenen Kautionssumme zusammenkommt, rechnet der Zinsrechner aus.

Geblieben ist der andere Teil des Problems: Die Zahl der Banken, die überhaupt noch ein Kautionskonto für private Mietverhältnisse eröffnen, ist deutlich kleiner geworden. Deutsche Bank, Postbank und Santander haben das Neugeschäft eingestellt, andere Häuser verlangen Einrichtungsgebühren. Wer kein Konto bekommt oder die Summe schlicht nicht flüssig hat, für den bleibt die Bürgschaft die praktikable Lösung — für kurze Mietverhältnisse ohnehin, für lange sollte man vorher rechnen.

Quellen

  1. INZMO Mietkautions-Police – FAQ mit Beitrag, Mindestprämie und Höchstsummeinzmo.com
  2. Baloise Mietkautions-Police – Fragen und Antwortenhelvetia.de
  3. § 551 BGB – Begrenzung und Anlage von Mietsicherheitengesetze-im-internet.de

Berater, Webentwickler und seit über 15 Jahren mit dem deutschen Mietkautionsmarkt vertraut. Gründer von mietkautionskonto.info und weiteren unabhängigen Portalen rund um die Mietkaution.