Mietkaution anlegen

Mietkaution anlegen – Es gibt verschiedene Möglichkeiten

Zu Beginn eines neuen Mietverhältnisses ist in der Regel eine Mietkaution an den Vermieter zu zahlen. Sie dient dem Vermieter als Sicherheit, die er zum Ausgleich von ausstehenden Miet- und Nebenkostenzahlungen oder für Schäden, die während der Zeit des Mietverhältnisses an der Wohnung entstehen, verwenden kann. Sind solche Schäden nicht vorhanden und bestehen keine Zahlungsrückstände, dann ist dem Mieter die Kaution mit der Beendigung des Mietverhältnisses und der Endabrechnung der Nebenkosten auszuzahlen. Und spätestens hier kommt es oft zur großen Enttäuschung – denn die Mietkaution hat sich während der Zeit des Mietverhältnisses entgegen den Erwartungen des Mieters kaum verzinst. Was ist hier passiert – und was kann man als Mieter dagegen tun?

Die Verzinsung der Mietkaution – Kaum eine Variante ist lukrativ

So sehr der Mieter zur Zahlung einer Kaution verpflichtet ist, so sehr ist der Vermieter angehalten, die Kaution verzinslich anzulegen. Allerdings gibt es keine rechtlichen Vorschriften zur Form der Geldanlage. Die Rechtsprechung sieht hier die vage Formulierung vor, dass die Anlage zu einem „banküblichen Zins“ erfolgen muss. Dieser bankübliche Zins ist stark abhängig von dem allgemeinen Zinsniveau und der gewählten Anlageform. Hier hat der Vermieter mehrere Möglichkeiten zur Auswahl, so dass es von seinen persönlichen Kenntnissen und Präferenzen abhängt, welche Variante und welche Verzinsung zum Einsatz kommt.

Wählt er eine flexible Anlageform, mit der das Geld schnell wieder verfügbar ist, ist die Verzinsung entsprechend niedrig. Ein klassisches Sparbuch gewährt eine Rendite von etwa 0,5 Prozent, und auch ein Tagesgeldkonto liegt meist unter zwei Prozent. Ein Festgeldkonto bietet zwar eine Verzinsung zwischen zwei und vier Prozent, bindet aber das Geld für einen festgelegten Zeitraum.

Auch andere Anlageformen garantieren meist nicht die volle Flexibilität der Anlage, so dass das Geld für einen bestimmten Zeitraum festgelegt ist – wird der Mietvertrag kurzfristig gekündigt, ist die Kaution dann noch nicht verfügbar.

So sehr also eine hohe Rendite im Interesse des Mieters ist, so sehr muss der Vermieter auf eine schnelle Verfügbarkeit achten. Rechtliche Ansatzpunkte zur Auswahl der Anlageform gibt es nicht, so dass der Mieter auf das Entgegenkommen und die Kenntnisse des Vermieters angewiesen ist.