Neben der Möglichkeit ein Mietkautionskonto oder oder Mietkautionsbürgschaft zu nutzen, gibt es ebenfalls die Chance die Kautionssumme renditestark auf einem Depot zu hinterlegen, bei Verpfändung der Fondsanteile, welche darauf gehalten werden.

MietkautionsdepotIn Deutschland gibt es leider nicht viele Anbieter im Bereich der Mietkautionsdepots, der Markt wird durch Depotanbieter wie Fidelity, Fil Fondsbank (FFB), DWS und Deka aufgeteilt – dies liegt im Wesentlichen daran, da das Produkt für die Anbieter im Vergleich zu aktiven Trading Depots nur einen geringen Mehrwert bietet.

Unabhängig davon kann man jedoch als Mieter von höheren Renditen profitieren, wenn die zu hinterlegende Mietkautionssumme mit der zu erwartenden Rendite als Anlage die Kosten für das Depot und Fondsgebühren übersteigen. Eine individuelle Berechnung für Ihre Mietkaution ist daher sehr zu empfehlen.

Mietkaution Depotanbieter vergleichen

Im Bereich für ein Mietkautionsdepot gibt es leider nicht so viele Anbieter. So bieten die Fidelity (FFB), Deka, FFB und die DWS ein Fondsdepot an, welches man für die Mietkaution verpfänden kann. Eröffnet man das Konto über einen Fondsvermittler wie bspw. Fondsdiscount oder Fonds Supermarkt so entfallen häufig die zusätzlichen Kosten wie bspw. der Ausgabeaufschlag bei Kauf eines Fonds. Nutzen Sie unseren praktischen Vergleich um die Anbieter, welche ein Depot für eine Mietkaution ermöglichen miteinander zu vergleichen und Ihre mögliche Rendite zu berechnen:

Wie funktioniert ein Mietkautionsdepot?

Ein Mietkautionsdepot ist eine weitere Möglichkeit die Mietkaution zu hinterlegen – in den meisten Fällen nur für den Mieter relevant, da dieser das Depot einrichtet und Fondsanteile an den Vermieter verpfändet. Möchte man jedoch als Mieter ein Depot nutzen, so sind hierfür folgende Schritte notwendig:

  1. Mit dem Vermieter absprechen ob diese Kautionsart für Ihn ebenfalls funktioniert –
    In dn meisten Fällen ist dies kein Problem, es geht hierbei im Wesentlichen darum dem Vermieter die Sicherheit zu bieten, welche er erwartet
  2. Einen oder mehrere Fonds auswählen, in welche investiert werden soll – Die Vorauswahl der Fonds ist für Sie als Mieter relevant, da Sie die kommenden jahre diesen Fonds verpfändet haben und nicht mehr verkaufen können, so lange die Verpfändung aktiv ist. Da es sich um eine mittelfristige Anlage handelt, sollte dieser Auswahl mindestens 1h vorab gewidmet werden.
  3. Ein Depot bei einem Anbieter eröffnen, welche die Verpfändung ermöglichen (bspw. FFB oder DWS) – die Anbieter unterscheiden sich nicht wesentlich, der Großteil der möglichen Fonds werden sowohl bei FFB und DWS angeboten – die Gebühren sind jedoch je nach Fond zu beachten
  4. Fonds-Anteile in Höhe der Mietkaution oder mehr kaufen – hierbei geht es darum die notwendigen Fondsanteile zu kaufen, welche anschließend verpfändet werden. Ebenfalls ist es möglich vorhandene Anteile aus einem anderen Depot zu übertragen.
  5. Im Online-Depot die Mietkaution beantragen und Verpfändungsurkunde an den Vermieter überreichen – in der Regel erhält man die Verpfändungsurkunde innerhalb von 3-5 Werktagen zugeschickt.

Sie sind noch auf der Suche nach einem passenden Fonds oder möchten noch mehr Informationen zu dem Thema Mietkautionsdepot? Nutzen Sie die umfangreichen Informationen, welche unter mietkautionsdepot.com bereitgestellt wurden.

Gibt es spezielle Mietkaution Fonds?

Möchte man ein Depot für die Mietkaution nutzen und einzelne Fonds hierfür verpfänden, so bieten sich bestimmte Fonds an – solche, welche eine niedrige Volatilität haben und zudem eine niedrige Kostenstruktur. Aufgrund der mittlerfristigen bis langfristigen Anlage, sollten hohe Kosten für die Fondsverwaltung vermieden werden, gleichzeitig sollte im Falle einer Liquidierung der Wert des Fonds nicht zu stark schwanken, um auch die Einlage zu gewährleisten. Spezielle Mietkaution Fonds gibt es nicht, jedoch eigenen sich hierfür bspw. ETF-Fonds an. Ein MSCI World ETF Fond ist bspw. breit gestreut, hat in den letzten 10 Jahren eine Rendite von durchschnittlich 7% erbracht. Welche Art von Fonds man auswählt ist entscheidend, da man diese nur bei Bedarf umschichten kann und für die komplette Mietdauer hält.

Kann man Gold im Mietkautionsdepot als Mietkaution nutzen?

Gold als Edelmetall und seltener Rohstoff wird gerne dafür verwendet das Depot ausbalanciert zu halten in Zeiten von Krisen und starken Schwankungen. Hierbei gibt es unterschiedliche Vorgehen, so ist es zum einen möglich Goldfonds-Anteile zu erwerben welche den Goldpreis abbilden, Fonds-Anteile für Firmen kaufen, welche Gold fördern (Minen) und handeln. Oder aber auch Fondsanteile welche tatsächlich physisch Gold kaufen und dieses auch hinterlegt haben. Somit ist es möglich die Mietkaution auch in Gold zu hinterlegen – sofern der Vermieter für diese Art der Kautionshinterlegung zusagt.

Was passiert im Schadensfall mit den Fondsanteilen im Mietkautionsdepot?

Im Idealfall ist die Mietkaution tatsächlich nur eine Sicherheit, welche im äußersten Falle des Falles zum Einsatz kommt. Dies kann bspw. ein Nichtzahlen der monatlichen Miete auslösen, oder aber noch offene Nebenkosten nach dem Auszug, welche dadurch abgesichert werden sollen. Der Mieter als auch der Vermieter haben also ein Interesse daran, die Kaution im Schadensfall überhaupt nicht zu nutzen, sie soll lediglich als Sicherheitsleistung vorhanden sein, um Vertrauen zu schaffen, ähnlich wie eine Schufa Auskunft für den Vermieter bevor tatsächlich in die Wohnung eingezogen wird. Wie läuft also dieser Schadensfall ab, wenn die Mietkaution tatsächlich zum Einsatz kommen soll. Hierbei wendet sich der Vermieter an die Depotbank, von welcher er die Verpfändungserklärung erhalten hat und verlangt die Liquidierung der Anteile für die Begleichung der geforderten Kautionssumme, bzw. dem Wert der Auseinandersetzung. Die Bank gibt hierfür den Mieter und Vermieter 4 Wochen Zeit, bevor tatsächlich die Fondsanteile verkauft und dem Vermieter die Kosten erstattet werden. Innerhalb dieser Zeit haben die beiden Parteien die Möglichkeit Stellung zu beziehen und die Angelegenheit zu klären. Sollte keine Lösung gefunden werden, erfolgt die Auszahlung der Mietkaution (maximale Summe ist im Mietvertrag festgehalten). Wurden in der Zwischenzeit Gewinne erzielt, so verbleiben diese auf dem Verreichnungskonto oder als Anteil des Fonds im Depot.