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Mietkaution Anbieter im Vergleich: Konten, Bürgschaften und Depots

Veröffentlicht am Aktualisiert am Von Ulf Mayer

Wer eine Kaution stellen muss, vergleicht meist innerhalb einer Form: Konten mit Konten, Bürgschaften mit Bürgschaften. Die eigentliche Entscheidung fällt aber eine Stufe davor. Diese Seite stellt die Anbieter aller drei Formen nebeneinander und rechnet durch, was jede Variante über eine typische Mietdauer kostet.

Was die Formen grundsätzlich unterscheidet, steht auf der Startseite; die Einzelheiten zu jedem Anbieter auf den verlinkten Detailseiten.

Die kurze Antwort

  • Das Kautionskonto ist über die Mietdauer fast immer am günstigsten. Mehrere Anbieter führen es kostenlos, und das Geld kommt am Ende samt Zinsen zurück.
  • Die Bürgschaft löst ein Liquiditätsproblem, kein Kostenproblem. Sie kostet 4,3 bis 4,7 Prozent der Kaution im Jahr, dauerhaft und ohne Rückzahlung.
  • Das Depot lohnt sich nur bei langer Mietdauer und wenn der Vermieter zustimmt. Das Kursrisiko trägt der Mieter.
  • Einen Testsieger über alle Formen gibt es nicht. Wer mit Siegeln wirbt, vergleicht meist nur innerhalb einer Produktgruppe.

Was die Varianten über fünf Jahre kosten

Beispiel: 800 € Nettokaltmiete, also höchstens 2.400 € Kaution (§ 551 Abs. 1 BGB), Mietdauer fünf Jahre. Konditionen Stand September 2026.

Variante Kosten in 5 Jahren Zinsen / Ertrag Geld gebunden
Kautionskonto DMK 0 € rund 130 €, variabel ja
Kautionskonto Commerzbank 59 € einmalig 0 € ja
Treuhandkonto Instabank (über den Vermieter) 0 € rund 12 € ja
Bürgschaft Baloise, INZMO, heysafe (4,3 %) 516 € – nein
Bürgschaft R+V, kautionsfrei.de (4,7 %) 564 € – nein
Depot FIL Fondsbank 90 € (12 € p. a. + 30 € Verpfändung) offen, mit Kursrisiko ja, investiert

Die DMK-Zahl setzt sich aus 2 Prozent in den ersten sechs Monaten und danach 1 Prozent zusammen; zugesichert sind vertraglich nur 0,01 Prozent. Über fünf Jahre ist sie deshalb eine Rechnung unter der Annahme, dass der Satz bleibt – keine Zusage.

Der Vergleich zeigt, wo die eigentliche Differenz liegt: nicht zwischen 4,3 und 4,7 Prozent (48 € in fünf Jahren), sondern zwischen Konto und Bürgschaft (über 500 €). Die Bürgschaft ist deshalb dann richtig, wenn die 2.400 € beim Umzug tatsächlich fehlen – etwa weil die Kaution der alten Wohnung noch nicht zurück ist.

Die Rechnung für die eigene Kautionssumme und Mietdauer:

💡 Tipp: Mietkaution clever anlegen – Sparkonto oder Depot?

  • Niedrige Zinsen: Klassische Spareinlagen bringen derzeit kaum Rendite – zum Beispiel liegt der Zinssatz bei dem kostenlosen Vermieter Treuhandkonto von Smartmiete* aktuell bei 0,1 %.
  • Alternative Mietkautionsdepot: Für langfristige Mietverhältnisse kann ein Mietkautionsdepot sinnvoll sein. Hierbei werden Fondsanteile gekauft und an den Vermieter verpfändet. Das bietet die Chance auf eine höhere Rendite durch Sachwerte.

Sparkonto

AnbieterZinsKostenOnline möglichBerechnung
1,00%
0,00 €
Komplett online
Aktionszinssatz 2,00 % p.a. in den ersten 6 Monaten, danach 1,00 % p.a. variabel
Anlagesumme:2400,00 €
Zinsertrag nach 3 Jahren:72,72 €
Gesamtkosten:0,00 €
Endbetrag nach Kosten:2472,72 €
Zum Anbieter*
0,10%
0,00 €
Komplett online
Anlagesumme:2400,00 €
Zinsertrag nach 3 Jahren:7,21 €
Gesamtkosten:0,00 €
Endbetrag nach Kosten:2407,21 €
Zum Anbieter*
0,10%
0,00 €
Komplett online
Anlagesumme:2400,00 €
Zinsertrag nach 3 Jahren:7,21 €
Gesamtkosten:0,00 €
Endbetrag nach Kosten:2407,21 €
Zum Anbieter*
0,01%
15,00 €
Keine Mietkaution online
Umwandlung aus Sparkonto: 15 € mit Gehalts-/Depotkonto, 89 € ohne
Anlagesumme:2400,00 €
Zinsertrag nach 3 Jahren:0,72 €
Gesamtkosten:15,00 €
Endbetrag nach Kosten:2385,72 €
Zum Anbieter*
0,00%
59,00 €
Nur Sparprodukt,
Keine Mietkaution online
Anlagesumme:2400,00 €
Zinsertrag nach 3 Jahren:0,00 €
Gesamtkosten:59,00 €
Endbetrag nach Kosten:2341,00 €
Zum Anbieter*

Mietkautionsdepot

AnbieterDepotLeistungenEinrichtungsgebühr: 0,00 €
Depotgebühren: 8,00 € p.a.
Fondsgebühren: 0,2% bis 0,5% p.a.
  • 2.400 Fonds für Einmalanlage
  • 100% Rabatt Ausgabeaufschlag bei > 4.600 Fonds
  • Kein Post-Ident für Vermieter nötig
Zum Anbieter*Einrichtungsgebühr: 30,00 €
Depotgebühren: 12,00 € p.a.
Fondsgebühren: 0,1% p.a.
  • 7.343 Fonds von 125 Gesellschaften
  • Keine Transaktionskosten bei Kauf/Verkauf (ausgenommen ETF-Fonds)
Zum Anbieter*Einrichtungsgebühr: 30,00 €
Depotgebühren: 30,00 € p.a.
Fondsgebühren: 0,2% bis 0,5% p.a.
  • 11.000 Fonds zur Auswahl
  • 0,2% - 0,8% pro ETFs Transaktion
Zum Anbieter*

Mietkautionsbürgschaft

AnbieterGebührBerechnungLeistungen
depositdirect
depositdirect
4.2%
8,40 €/Monat (100,80€/Jahr)
3 Jahre Mietdauer: 302,40 €
  • Online-Sofortzusage direkt nach Antragstellung
  • Bis zu 2 Jahre Zahlungspause bei betriebsbedingter Arbeitslosigkeit
Zum Anbieter*
heysafe
heysafe
4.3%
8,60 €/Monat (103,20€/Jahr)
3 Jahre Mietdauer: 309,60 €
  • ab 4,3% der Kautionssumme
  • Komplett digital und nachhaltig
Zum Anbieter*
baloise
baloise
4.3%
8,60 €/Monat (103,20€/Jahr)
3 Jahre Mietdauer: 309,60 €
  • Vier Wochen Zeit für einen Einspruch (falls der Vermieter die Kaution anfordert)
Zum Anbieter*
kautionsfrei.de
kautionsfrei.de
4.7%
9,40 €/Monat (112,80€/Jahr)
3 Jahre Mietdauer: 338,40 €
  • Gutschein für einen kostenlosen Umzugscheck durch kautionsfrei.de Anwalt
  • Komplett digital und nachhaltig
Zum Anbieter*
Kautel
Kautel
4.7%
9,40 €/Monat (112,80€/Jahr)
3 Jahre Mietdauer: 338,40 €
  • Mieterschutz
  • Kostenlose Unterlagen für das Vermietergespräch
Zum Anbieter*


Rechtliche Hinweise: Der Vergleich bietet keinen kompletten Marktüberblick. Hauptrankingfaktor ist das Gesamtergebnis, welches anhand der Filtereinstellungen und den jeweiligen Produktkonditionen berechnet wird. Die Listung beginnt mit den größten Erträgen und endet mit den höchsten Kosten. Bei ertrags-/kostengleichen Produkten wird zusätzlich die Abschlussquote berücksichtigt. D. h. Produkte, die im Verhältnis zu den Aufrufen hier öfter gewählt werden, sind höher platziert.

Stand: 25.10.2026

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Kautionskonten im Vergleich

Beim Kautionskonto bleibt das Geld Eigentum des Mieters und wird an den Vermieter verpfändet – oder der Vermieter legt es auf einem Treuhandkonto an. Beides muss getrennt von seinem Vermögen geschehen (§ 551 Abs. 3 BGB). Die Verpfändung wird erst wirksam, wenn sie der Bank angezeigt ist (§ 1280 BGB); seriöse Anbieter wickeln das über eigene Formulare ab.

Anbieter Kosten Zinsen Für wen
DMK Deutsche Mietkaution kostenfrei 2 % für sechs Monate, danach 1 % variabel Mieter und Vermieter, vollständig online, Konto bei der Baader Bank
heykaution (plusForta) kostenlos keine feste Angabe private Vermieter, Treuhandkonto über die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank
Instabank (über Smartmiete) kostenlos 0,1 % private Vermieter, norwegische Einlagensicherung bis 100.000 €
Commerzbank 59 € einmalig keine Mieter und Vermieter, Eröffnung per Post oder in der Filiale
Sparkassen und Volksbanken regional verschieden regional verschieden meist nur in der Filiale, jedes Institut setzt eigene Preise

Nicht mehr im Neugeschäft: die Postbank (seit Oktober 2020), die Deutsche Bank (seit 2021) und die Santander. Bestehende Konten laufen dort weiter.

Worauf es beim Kontovergleich ankommt – und warum die getrennte Anlage über den Insolvenzschutz entscheidet –, steht unter Mietkautionskonto.

Mietkautionsbürgschaften im Vergleich

Bei der Bürgschaft zahlt der Mieter einen jährlichen Beitrag, ein Versicherer bürgt gegenüber dem Vermieter. Hinter den Marken stehen wenige Risikoträger – und auf die kommt es an, wenn der Vermieter die Bürgschaft in Anspruch nimmt.

Anbieter Beitrag pro Jahr Risikoträger
Baloise 4,3 %, mindestens 39 € Baloise
INZMO 4,3 %, mindestens 40 € Baloise
heysafe (früher Kautionsfuchs) 4,3 %, ab 3,25 € im Monat AXA
kautionsfrei.de (plusForta) 4,7 %, Mindestbeitrag rund 50 € R+V
R+V direkt 4,7 %, mindestens 50 €, Young-Tarif 25 € R+V
Eurokaution 4,7 %, mindestens 50 € R+V, Württembergische
Allianz Mindestbeitrag 25 € Allianz
Deutsche Kautionskasse kein öffentlicher Tarif Allianz, ERGO
Kautel kein öffentlicher Tarif R+V

Bei kleinen Kautionen entscheidet der Mindestbeitrag, nicht der Prozentsatz: Unterhalb von etwa 1.100 € Kautionssumme zahlt man bei den meisten Anbietern ohnehin nur diesen. Bei 1.000 € Kaution und 50 € Mindestbeitrag sind das effektiv 5 Prozent.

Vom Markt verschwunden sind SWK Bank, SmartKaution, die norisbank Wohnungsbürgschaft, cash.life und die DBK. Sie tauchen in älteren Vergleichen noch auf. Eine bestehende Bürgschaft bleibt gültig, bis die Urkunde an den Bürgen zurückgeht.

Mindestbeiträge, Rückgaberegeln und die Frage, welcher Anbieter auf erstes Anfordern zahlt, vergleicht die Seite Mietkautionsbürgschaft ausführlich. Die Bankbürgschaft der Hausbank ist eine Sonderform: Die Avalprovision legt jede Bank selbst fest, und die Bürgschaft belastet in der Regel die Kreditlinie.

Mietkautionsdepots im Vergleich

Beim Depot verpfändet der Mieter Fondsanteile statt Geld. Einen Anspruch darauf hat er nicht – der Vermieter muss zustimmen (§ 551 Abs. 3 Satz 2 BGB). Standardisierte Verpfändungen bieten nur wenige Häuser:

Anbieter Depotgebühr p. a. Verpfändung einmalig
Morgenfund (DWS) 0 € 20 €
FIL Fondsbank (FFB) 12 € 30 €
Fondsdepot Bank 0 € 25 €
Deka über die Sparkasse 12,50 € 20 €

Fällt der Depotwert unter die Kautionssumme, kann der Vermieter eine Nachbesicherung verlangen. Endet das Mietverhältnis in einer schwachen Marktphase, wird aus der Renditechance ein Verlust. Einzelheiten und Rendite-Rechner unter Mietkautionsdepot.

Wie wir vergleichen

Wir testen keine Produkte durch Abschluss und vergeben keine Siegel. Grundlage sind die Preis- und Leistungsverzeichnisse, Tarifseiten und Bedingungen der Anbieter, die wir regelmäßig gegen die Angaben auf unseren Detailseiten prüfen. Maßgeblich ist immer der Tarif zum Zeitpunkt des Abschlusses.

Verglichen wird nach vier Kriterien, in dieser Reihenfolge:

  1. Gesamtkosten über die Mietdauer – Einrichtung, laufende Gebühren und Beiträge zusammen, abzüglich zugesicherter Zinsen.
  2. Sicherheit – beim Konto Insolvenzschutz und Einlagensicherung, bei der Bürgschaft der Risikoträger, beim Depot das Kursrisiko.
  3. Abschlussweg – online, per Post oder nur in der Filiale.
  4. Akzeptanz beim Vermieter – ein günstiges Angebot nützt nichts, wenn der Mietvertrag eine andere Form vorsieht.

Die Bürgschaftstabelle ist nach Beitragssatz sortiert. Einige Anbieter sind mit uns über Partnerlinks verbunden.

Welche Variante passt?

  • Das Geld ist da: kostenloses Kautionskonto. Das ist der günstigste Weg, und die Kaution kommt samt Zinsen zurück.
  • Das Geld fehlt beim Umzug: Bürgschaft, am besten mit dem Plan, sie später gegen ein Konto zu tauschen – das braucht die Zustimmung des Vermieters. Wer gar keine Rücklagen hat, findet weitere Wege unter Mietkaution finanzieren; und jeder Mieter darf die Kaution in drei Monatsraten zahlen (§ 551 Abs. 2 BGB).
  • Lange Mietdauer, Renditewunsch: Depot, wenn der Vermieter mitspielt und eine Nachbesicherung notfalls tragbar wäre.
  • Als Vermieter: Treuhandkonto mit Verwaltungsoberfläche, siehe Vermieterkonto.

Häufige Fragen zum Anbietervergleich

Welcher Anbieter für die Mietkaution ist der günstigste?

Das hängt von der Form ab. Unter den Kautionskonten sind DMK Deutsche Mietkaution und – für private Vermieter – heykaution und Instabank kostenlos; die Commerzbank verlangt einmalig 59 Euro. Unter den Bürgschaften liegen Baloise, INZMO und heysafe mit 4,3 Prozent vorn, R+V und kautionsfrei.de verlangen 4,7 Prozent (Stand September 2026). Ein Konto ist über die Mietdauer fast immer günstiger als eine Bürgschaft, weil das Geld am Ende zurückkommt.

Gibt es einen Testsieger bei der Mietkaution?

Einen belastbaren Gesamtsieger nicht. Konto, Bürgschaft und Depot lösen unterschiedliche Probleme, und innerhalb der Bürgschaften unterscheiden sich die Tarife um 0,4 Prozentpunkte – bei 2.400 Euro Kaution rund 10 Euro im Jahr. Wichtiger als ein Siegel sind Mindestbeitrag, Risikoträger und die Frage, ob der Vermieter die Form akzeptiert.

Was kostet eine Mietkautionsbürgschaft im Vergleich zum Kautionskonto?

Bei 2.400 Euro Kaution und fünf Jahren Mietdauer kostet die Bürgschaft 516 bis 564 Euro, die nicht zurückkommen. Ein kostenloses Kautionskonto kostet nichts, bindet aber die 2.400 Euro und bringt je nach Anbieter zwischen null und rund 130 Euro Zinsen, die dem Mieter gehören.

Muss der Vermieter jeden Anbieter akzeptieren?

Nein. Welche Sicherheit geschuldet ist, steht im Mietvertrag. Ist eine Geldsumme vereinbart, kann der Mieter nicht einseitig auf Bürgschaft oder Depot ausweichen. Beim verpfändeten Konto kann der Vermieter in der Regel nicht vorschreiben, bei welcher Bank es geführt wird, solange die Anlage § 551 Abs. 3 BGB genügt.

Was passiert mit einer Bürgschaft, wenn der Anbieter den Markt verlässt?

Sie bleibt gültig, bis die Urkunde an den Bürgen zurückgeht. Entscheidend ist der Risikoträger, nicht die Vertriebsmarke. Bis zur Rückgabe läuft allerdings auch der Beitrag weiter.

Quellen

  1. § 551 BGB – Begrenzung und Anlage von Mietsicherheitengesetze-im-internet.de
  2. § 1280 BGB – Anzeige der Verpfändung einer Forderunggesetze-im-internet.de
  3. R+V Versicherung – MietkautionsBürgschaft, Tarife und Konditionenruv.de
  4. kautionsfrei.de – Beitrag, Ablauf und häufige Fragenkautionsfrei.de
  5. Helvetia/Baloise – Fragen und Antworten zur Mietkautionhelvetia.de
  6. Commerzbank – Preis- und Leistungsverzeichnis, Abschnitt „4. Mietkautionen"commerzbank.de
  7. Deutsche Bundesbank – Zinssätze für Einlagen mit Kündigungsfrist bis 3 Monatebundesbank.de