Volksbank Mietkautionskonto
„Das Mietkautionskonto der Volksbank“ gibt es nicht. Hinter dem Namen stehen rund 700 rechtlich selbstständige Genossenschaftsbanken, die jeweils eigene Konditionen festlegen. Ob ein Kautionskonto etwas kostet, ob es ohne Girokonto zu haben ist und ob es überhaupt angeboten wird, entscheidet die Bank vor Ort.
Diese Seite erklärt, wie das klassische Modell funktioniert, woran es in der Praxis hakt und welche Alternativen es inzwischen gibt – darunter eine, die selbst auf einer Volksbank aufsetzt.
Inhalt
Die kurze Antwort
- Konditionen sind regional. Jede Volksbank entscheidet über Gebühren und Verfügbarkeit selbst – ein bundesweiter Vergleich führt in die Irre.
- Der Weg läuft meist über die Filiale, häufig mit bestehendem Girokonto als Voraussetzung.
- Die gesetzlichen Pflichten sind überall gleich (§ 551 BGB) – nur der Preis ist es nicht.
- Digitale Anbieter sind bei mehreren Mietverhältnissen deutlich effizienter.
Warum die Konditionen so unterschiedlich sind
Die Volks- und Raiffeisenbanken sind ein Verbund, kein Konzern. Jedes Institut ist eine eigene Genossenschaft mit eigenem Vorstand und eigenem Preis- und Leistungsverzeichnis. Deshalb kann dieselbe Frage – „Was kostet ein Mietkautionskonto bei der Volksbank?“ – in zwei Nachbarstädten unterschiedlich beantwortet werden:
- Einrichtungsgebühr: von kostenlos bis rund 25 Euro
- laufende Kontoführung: teils kostenlos, teils mit Jahresentgelt
- Eröffnung ohne bestehendes Girokonto: mancherorts möglich, andernorts nicht
Wer konkrete Zahlen sucht, muss deshalb bei der eigenen Bank fragen. Eine Übersicht, wie sich regionale Institute bei Kautionskonten unterscheiden und worauf beim Vergleich zu achten ist, gibt es auf mietkautionskonto.info – regionale Mietkautionskonten.
Wie das klassische Kautionskonto funktioniert
Angeboten wird meist ein Sparbuch oder Sparkonto, das zweckgebunden für die Kaution genutzt wird. Der übliche Ablauf:
- Termin in der Filiale vereinbaren
- Konto oder Sparbuch eröffnen
- Kautionsbetrag einzahlen
- Verpfändung zugunsten des Vermieters einrichten
Wichtig beim vierten Schritt: Verpfändet wird nicht das Sparbuch, sondern der Auszahlungsanspruch gegen die Bank. Wirksam wird das erst mit der Anzeige an das Institut (§ 1280 BGB) – deshalb stellt die Bank die Verpfändungsurkunde selbst aus. Näheres unter Verpfändungserklärung.
Was das Gesetz verlangt – unabhängig von der Bank
Legt der Vermieter die Kaution an, gilt § 551 Abs. 3 BGB: Anlage bei einem Kreditinstitut zum für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz, getrennt vom eigenen Vermögen, und die Erträge stehen dem Mieter zu. Legt der Mieter selbst an und verpfändet, ist die Trennung ohnehin gegeben – das Guthaben bleibt in seinem Vermögen.
Der Zinssatz ist in beiden Fällen niedrig: Der gesetzliche Referenzzins liegt deutlich unter Tages- und Festgeld.
Wo das Modell an Grenzen stößt
| Dafür | Dagegen |
|---|---|
| Persönliche Beratung vor Ort | Eröffnung meist nur in der Filiale |
| Eingeführtes, rechtssicheres Verfahren | Termin, Papierweg, manuelle Schritte |
| Vertraute Bankverbindung | Gebühren je nach Institut möglich |
| Für einzelne Mietverhältnisse unkompliziert | Keine zentrale Übersicht bei mehreren Kautionen |
Für Vermieter mit einer Wohnung ist der Filialweg selten ein Problem. Wer mehrere Einheiten verwaltet, merkt den Unterschied: Jede Kaution ein eigener Vorgang, kein gemeinsamer Überblick, jede Auflösung wieder ein Termin.
Alternativen
heykaution – digital, mit Volksbank im Hintergrund
Ein Sonderfall ist heykaution: Anbieter ist die plusForta GmbH, das Konto wird bei einer Volksbank geführt. Damit verbindet das Angebot die genossenschaftliche Bank im Hintergrund mit einem vollständig digitalen Ablauf – ohne Filialtermin, mit Legitimation online.
Digitale Treuhandkonten
Bei mehreren Mietverhältnissen lohnt eine Verwaltungsoberfläche, über die sich Konten eröffnen, einsehen und wieder schließen lassen. Smartmiete bietet das in Kooperation mit der Instabank an.
Mietkaution gesetzeskonform & ohne Aufwand verwalten
Digitale Treuhandkonten für Vermieter - gesetzeskonform & schnell eingerichtet
In 5 Minuten online eingerichtet – ohne Papierkram
100 % gesetzeskonform gemäß §551 BGB
Alle Mietkautionen zentral & übersichtlich verwalten
Sofort einsatzbereit – kein Banktermin nötig
Nach Mietende schnell & unkompliziert auflösen
Eine Übersicht aller Wege steht unter Mietkautionskonto.
Fazit
Die Volksbank bleibt eine solide Adresse für ein einzelnes Kautionskonto – vorausgesetzt, die Bank vor Ort bietet es zu vertretbaren Konditionen an. Das lässt sich nur dort klären, nicht pauschal.
Wer mehrere Kautionen verwaltet oder den Filialtermin vermeiden will, ist mit einem digitalen Konto meist schneller und günstiger unterwegs. Die gesetzlichen Anforderungen erfüllen beide Wege gleichermaßen – § 551 BGB unterscheidet nicht danach, wo das Konto geführt wird.
Quellen
- § 551 BGB – Begrenzung und Anlage von Mietsicherheitengesetze-im-internet.de
- § 1280 BGB – Anzeige der Verpfändung einer Forderunggesetze-im-internet.de
- Übersicht regionaler Mietkautionskonten (mietkautionskonto.info)mietkautionskonto.info
Berater, Webentwickler und seit über 15 Jahren mit dem deutschen Mietkautionsmarkt vertraut. Gründer von mietkautionskonto.info und weiteren unabhängigen Portalen rund um die Mietkaution.
