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Postbank Mietkautionskonto

Alternative zum eingestellten Kautionskonto der Postbank

Die Postbank bietet leider seit dem 01.10.2020 keine Möglichkeit mehr ein Sparbuch als Mietkautionskonto zu nutzen. Möchte man als Mieter trotzdem ein Mietkautionskonto nutzen, so bietet sich das kostenlose DKB Mietkautionskonto an. Für Vermieter eignet sich das Vermieterpaket der DKB.

PostbankGrundsätzlich hat jeder Vermieter einen Anspruch auf eine Barkaution. Wenn sich Mieter und Vermieter jedoch darauf verständig haben, dass die Kautionszahlung auch in Form der Übergabe eines entsprechend aufgefüllten Kautionssparbuchs möglich ist, bot die Postbank für diesen Zweck ihr Produkt „Mietkaution Sparbuch 3.000 plus“ an, seit dem 01.10.2020 ist dies nicht mehr der Fall. Ein Vergleich mit anderen Banken lohnt sich daher:

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Details zum Postbank Mietkaution Sparbuch 3.000 plus

Bei dem Mietkaution Sparbuch 3000 plus handelte es sich um ein klassisches Sparbuch in Papierform; ursprünglich wurde dieses Produkt auch als normales Sparbuch angeboten, jedoch zum 01.01.2010 durch die moderne Form des Sparbuchs, die SparCard, abgelöst. Nun, seit dem 01.10.2020 gibt es das Produkt nicht mehr. Es handelte sich dabei um ein Inhaberpapier, das bedeutet, die Bank durfte bei Vorlage des Sparbuchs eine Auszahlung leisten, ohne die Legitimation oder die Berechtigung des Inhabers prüfen zu müssen.

Der Namenszusatz 3000 plus wieß auf eine Besonderheit ab einem Guthaben von Euro 3.000 hin. Die Postbank sieht für dieses Produkt grundsätzlich einen mit der Einlagenhöhe ansteigenden Zinssatz vor, der gestaffelt sein kann nach Beträgen bis zu Euro 3.000 und Beträgen ab Euro 3.000, ab Euro 6.000, ab Euro 25.000 und ab Euro 50.000. Aufgrund des aktuell (2020) sehr niedrigen Zinsniveaus zahlt die Postbank derzeit für Beträge bis zu Euro 3.000 Zinsen in Höhe von 0 Prozent.

Es handelt sich um ein Produkt, das entweder online, schriftlich, telefonisch oder vor Ort durch einen Berater abgeschlossen werden konnte und zuletzt mit 20-30€ Gebühren zur Verfügung gestellt wird. Die Besonderheit beim Mietkaution Sparbuch 3000 plus bestand darin, dass bei der Postbank keine Verpfändung zugunsten des Vermieters vorgesehen war. Es wird immer vom Mieter auf den Namen des Mieters eröffnet, der somit mit dem Kontoeröffnungsantrag auch den Freistellungsauftrag stellen kann; dieser Auftrag ist in den Kontoantrag integriert.

Die Einzahlung der Kaution ist auch durch Lastschrifteinzug möglich; auch dieser Auftrag ist neben dem Namen des Vermieters Bestandteil des Kontoantrages. Anschließend ist das Sparbuch dem Vermieter zu übergeben, der bei Vorlage des Sparbuchs bei der kontoführenden Stelle jederzeit über das Guthaben verfügen kann. Zur Sicherheit des Mieters verpflichtet sich die Postbank, den Kontoinhaber jederzeit über Kontoverfügungen zu informieren. Eine Kündigung oder Schließung des Mietkaution Sparbuch 3000 plus ist nur durch den Mieter möglich.

Alternative Mietkautionen

Neben der Möglichkeit ein Kautionskonto in der Postbank Filiale einzurichten, gibt es ebenfalls die Möglichkeit für eine Online Mietkautionskonto bei der DKB Bank, oder aber für ein Mietkautionsdepot und der Mietkautionsbürgschaft.

Tipp: Vergleich von Mietkautionsbürgschaften

Bei Mietverhältnissen ist es Usus, dass der Vermieter vom Mieter eine Kaution in Höhe von durchschnittlich bis zu zwei Monatsmieten (kalt) als Sicherheit für etwaig auftretende Schäden ausgehändigt bekommt. Dabei erfolgt die Übergabe in der Regel nicht in Bar, sondern in Form eines Mietkautionskontos, welches dem Mieter gehört, aber von ihm an den Vermieter verpfändet wird. Dieser hat dann rein rechtlich die Möglichkeit sich einen Teil der Kaution auszuzahlen, sofern damit Schäden oder andere vom Mieter zu tragenden Kosten ausgeglichen werden sollen. Im Gegenzug stehen dem Mieter als Inhaber des Mietkautionskontos die gesamten Zinsen zu. Ein Zinsvergleich ist mit dem praktischen Kautionsrechner direkt hier möglich.

Das Mietkautionskonto der Postbank

PostbankBei der Postbank zählte das Mietkautionskonto zu einem der Standardprodukte, was zumindest auf der Homepage entsprechend beworben wurde. Wie bei Mietkautionskonten üblich, handelt es sich auch bei dem Mietkautionskonto der Postbank um ein gewöhnliches Sparbuch, welches mit einem vergleichsweise geringen Zinssatz ausgestattet war. Derzeit werden Kautionen mit einem Volumen von weniger als 3.000 Euro mit Zinsen in Höhe von 0,2 %, mit einem Volumen von mehr als 3.000 Euro in Höhe von 0,3 % bedacht. Als Kreditinstitut mit Sitz in Deutschland greifen auch beim Mietkautionskonto der Postbank die für Einlagen typischen Sicherheitsmechanismen. So werden Kautionen mit einem Volumen von bis zu 100.000 Euro je Konto durch den staatlichen Einlagensicherungsfonds abgesichert.

Die Eröffnung des Kontos

Bei der Postbank konnte das Mietkautionskonto auf verschiedene Art und Weise eröffnet werden, bspw. online direkt auf der Homepage, telefonisch oder auch in einer der zahlreichen Filialen der Post und am Postbank Schalter.

Die Auflösung des Kontos

Möchte der Mieter das Mietkautionskonto auflösen benötigt er hierfür zunächst eine Bestätigung vom Vermieter, dem Empfänger des Pfändungsgegenstandes, dass die Rechtsgrundlage nicht weiter besteht. Erst danach kann die Kündigung des Kontos unter Einhaltung der Frist von 3 Monaten erfolgen.

Alternative Arten der Mietkaution

Neben der Möglichkeit eine Kaution bei der Postbank in der Filiale einzurichten (aktuell als Mietkautionsbürgschaft mit dem Partner Kautionsfrei), gibt es ebenfalls alternative Arten das Kautionskonto oder die Mietkaution zu hinterlegen. Die DKB Bank bietet ein Online Mietkautionskonto an, ohne dass man eine Filiale besuchen muss. Außerdem ist es bspw. möglich ein Mietkautionsdepot einzurichten, oder aber eine Mietkautionsbürgschaft.

Tipp: Vergleich von Mietkautionsbürgschaften

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