Das Mietkautionssparbuch ist die in Deutschland beliebteste Form der Kautionshinterlegung. Im Vergleich zur Kautionsbürgschaft hat es für den Mieter den Vorteil, dass die Mietkaution zumindest in Höhe des jeweils geltende Zinssatzes für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist verzinst wird, statt durch jährliche Avalprovisionen zu einem weiteren Kostenfaktor zu werden. Im Vergleich zu einer Barkaution kann sichergestellt werden, dass der Vermieter nicht ohne weiteres über den Kautionsbetrag verfügen kann. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, ein Kautionssparbuch zu eröffnen.

Eröffnung durch den Mieter

Mietkaution richtig anlegenDie Eröffnung durch den Mieter hat diverse Vorteile: Zum einen kann der Mieter sicher sein, dass der Vermieter den Kautionsbetrag nicht in sein sonstiges Vermögen einfließen lässt. Zwar hat der Gesetzgeber grundsätzlich vorgeschrieben, dass der Vermieter Kautionsgelder gesondert von seinem sonstigen Vermögen verwahren muss, damit im Falle einer Insolvenz die Gläubiger des Vermieters nicht auf die Kautionsgelder zugreifen können und auch die kontoführende Bank kein Pfandrecht im Rahmen ihrer AGB zusteht, doch ist durch ein solches Gesetz nicht sicher gestellt, dass der Vermieter sich tatsächlich entsprechend verhält.

Wenn der Mieter das Sparbuch auf seinen Namen anlegt, ist der Kautionsbetrag in jedem Fall vor fremden Zugriff geschützt. Um den Vermieter die gewünschte Sicherheit zu gewährleisten, muss er das Sparbuch jedoch zu dessen Gunsten verpfänden lassen und es dem Vermieter aushändigen. In der erforderlichen Verpfändungserklärung, die jede Bank vorhält, wird geregelt, dass der Vermieter das Sparbuch kündigen darf, die Bank in einem solchen Fall aber den Mieter benachrichtigen muss und innerhalb einer bestimmten Frist (i.d.R. vier Wochen) keine Zahlungen leisten darf. So wird der Mieter vor ungerechtfertigten Zugriffen auf den Kautionsbetrag geschützt.

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Eröffnung durch den Vermieter

Sofern der Mieter eine Barkaution geleistet hat, ist der Vermieter verpflichtet, den Kautionsbetrag so anzulegen, dass dem Mieter die gesetzliche Verzinsung in Höhe des Spareckzinses zukommt. Bei Anlage eines Mietkautionssparbuches muss der Vermieter die kontoführende Bank darauf hinzuweisen, dass es sich um Kautionsgelder handelt. Das Mietkautionssparbuch enthält dann einen Treuhandvermerk, durch den das Sparguthaben vor Zugriffen durch Gläubiger des Vermieters geschützt ist. Auch der kontoführende Bank steht das ansonsten über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen vereinbarte Verrechnungsrecht mit möglichen Sollsalden des Vermieters bei einem als Treuhandkonto ausgezeichnetem Mietkautionssparbuch nicht zu.

Der Vermieter hat auch die Möglichkeit ein Verwalterkonto einzurichten um die Kaution für mehrere Vermieter einzurichten. Dadurch ist auch eine reguläre Zinsabrechnung möglich.

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