Klingelschild: Keine Verrechnung mit Mietkaution

Das Zurückbehaltungsrecht der Mietkaution sorgt auch bei solventen Mietern regelmäßig für Auseinandersetzungen mit dem früheren Vermieter. Nicht selten müssen wenig stichhaltige Gründe dafür herhalten, dass der Vermieter die einmal gezahlte Kaution einbehalten will, auch wenn der Mieter regelmäßig seine Miete und die Nebenkosten bezahlt hat. Ein erstaunlicher Vorgang beschäftigte das Amtsgericht Augsburg vor einiger Zeit: Nach seinem Urteil darf die Kaution nicht aufgrund eines Klingelschilds zurückbehalten werden.

Klingelschild nicht auf Kaution anrechenbar

Geklagt hatte eine Mieterin, die ihre gezahlte Kaution in vollem Umfang zurückforderte. Der Vermieter dagegen machte die Kosten eines Klingelschilds geltend, an dem sich die Mieterin nicht wie vereinbart beteiligt hatte. Wie das Amtsgericht Augsburg in einem jetzt veröffentlichten Urteil (Az. 21 C 4988/11) beschied, ist diese Zurückbehaltung der Kaution nicht zulässig.

Überraschend ist allerdings, dass ein Vorgang dieser geringen Größenordnung überhaupt vor den Gerichten entschieden werden musste. Der Streitwert dürfte letztlich in keinem Verhältnis zu den Rechtsanwalts- und Gerichtskosten stehen, so dass sich die Frage stellt, ob solche Bagatellfälle überhaupt gerichtlich entschieden werden müssen. Offenbar war die Streitigkeit aber eskaliert, anderenfalls wäre eine gütliche Lösung sicherlich sehr gut möglich gewesen. Für jeden Mieter stellt sich somit die Frage, wie man solche Kleinigkeiten zukünftig aus der Welt schaffen kann, ohne ein Gerichtsverfahren anzustrengen. Letztlich bleibt hier nur die Lösung, auf eine Mietkaution abzustellen, die nicht als Bargeld hinterlegt wird. Eine Kautionsversicherung wäre die ideale Variante, die von immer mehr Mietern bevorzugt wird.

Kautionsversicherung vermeidet Gerichtsprozesse

Der vielleicht größte Verdienst der Kautionsversicherung liegt darin, teure und zeitaufwändige Gerichtsprozesse zu vermeiden. Wer sich für eine solche Versicherung entscheidet, zahlt als Mieter einmal pro Jahr eine Versicherungsprämie, die abhängig ist von der Höhe der geforderten Kaution. Leistungsstarke Anbieter für private und gewerbliche Mietkautionen, wie kautionsfrei.de, haben sich längst am Markt etabliert und bieten ihren Kunden ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Angesichts der Tatsache, dass eine Kautionsversicherung bargeldlos gestellt wird, entfällt für den Vermieter jegliche Möglichkeit, den Mieter mit der Zurückbehaltung von Bargeld unter Druck zu setzen. Damit sollte die Beendigung eines Mietverhältnisses insgesamt deutlich einfacher und schneller möglich sein, als bei ausstehenden Rückzahlungen von baren Finanzmitteln. Letztlich wird eine Kautionsversicherung auch dabei helfen, Prozesse zu vermeiden, die in Anbetracht ihres Streitwerts nur unnötig Geld kosten. So wird eine Kautionsversicherung, wie sie kautionsfrei.de auch online anbietet, zur schnellen und sicheren Variante, die geforderte Mietkaution zu stellen. Bagatellprozesse sollten damit im Bereich des Mietrechts deutlich zu reduzieren sein.

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